Nicole Thurn - New Work Stories: Was interessiert dich an der Disruption am meisten?

Lorenzo Tural Osorio: Das Unbekannte im allgemeinen Sinne hat mich immer schon mehr interessiert als das Bekannte. In der Grundschule habe ich das Internet entdeckt, da gab es so viel, was ich noch nicht so wusste. Das hab ich mir nach und nach angeeignet. Mich interessiert generell der Wandel in unserer Gesellschaft und des täglichen Lebens, der ja sehr fließend ist. Ich muss mich demgegenüber selbst wappnen und mein Mindset anpassen.

 

Vielen Dank an Nicole Thurn für ihre Einleitung, für die jedes Adjektiv zu viel ist:

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Und auf der Bühne ist der junge Mann ein Meister des Scheiterns.

Während er auf dem auf modern getrimmten Yard-Forum, dem ehemaligen Bauherrenkongressder Arbeitswelt-Beratung MOO.COON, in seiner Keynote "Digitalisierung aus der Sicht der GenZ" über personengesteuerte Autos als museale Artefakte der Zukunft sinniert, oder über die Sinnlosigkeit des Handyverbots ("ich bin ja halbwegs Bildungsexperte, ich geh ja noch aufs Gymnasium"), schwant ihm nämlich, dass er die falsche Präsi laufen hat.

Was erfahrenen Keynotespeakern Achselschweiß unters Hemd und Röte ins Gesicht treiben ließe, lässt ihn allenfalls cool lächeln. Während er auf seinem Mac seelenruhig nach der richtigen Präsentation sucht, gesteht Moderator Franz Kühmayer öffentlich seine leise Angst angesichts des Managersprechs ("Wir brauchen organisationale und individuelle Autodynamikkompetenz") aus dem Mund eines 16-Jährigen ein.

Er hat nicht unrecht. Ein bisschen wünscht man sich, Lorenzo würde weniger auf slimfitanzug-tragenden Profi-Speaker machen und dafür in Sneakers und Hoodie erzählen, wie er als Teil der Generation Z  disruptive Innovation sieht. Aber das ist auch nur wieder Schubladendenken. Er stellt nämlich erfrischende Fragen, die man auf den Podien dieses Landes kaum hört.

..."

Das New Work Stories Interview in voller Länge: Ein 16-jähriger Unternehmer spielt Ping Pong Thinking mit der Zukunft