Stakeholder

Stakeholder haben Ansprüche, Bedürfnisse und Interessen

Wie sehen die Artificial Intelligence Lösungen aus, um die Stakeholder-Bewegungen permanent im Radar zu haben?

stakeholder internet of services

Stakeholder sind die Kommunikationsadressen in den externen und internen Unternehmensumwelten.

Stakeholder nur mit Interessengruppe oder Anspruchsgruppe zu übersetzen, beschränkt die Beschreibungsmöglichkeiten. So verwenden wir den Begriff, ohne dass wir ihn mit Interessengruppe oder Anspruchsgruppe übersetzen.

Bevor wir über ihre Ansprüche, Interessen oder Bedürfnisse nachdenken, stellen wir uns die Frage, zu welcher Profilkategorie der jeweilige Stakeholder gehören könnte?

In der digitalisierten, vernetzten Smart World vom Internet of Services bilden sich um jedes Smart X kontextbezogene Stakeholder-Netzwerke, z.B. um Smart Mobility.

Diese Netzwerke koppeln sich wiederum mit den Stakeholder-Netzwerken um die anderen Smart Systems.

Dadurch entstehen und existieren fortdauernd lokale, regionale, nationale, kontinentale, transnationale und transkontinentale mehrdimensionale Stakeholder-Netzwerke.     

- Wer von Ihnen hat als Stakeholder vor einigen Jahren den Anspruch, gar das Interesse gehabt, im Sommer mit Nordic Walking Stöcken durch die Gegend zu marschieren?

- Zu welcher Stakeholder-Kategorie gehörten Sie für den Erfinder von Nordic Walking Stöcken, als er die Produktidee entwickelte? 

- Seit wann haben Sie als Stakeholder einen juristischen Anspruch auf die mittlerweile mehr als X00.000 Apps für Smart Phones?

- Gehörten Sie schon immer zu der Gruppe der Interessenten, die sehnsüchtig auf die eine Applikation gewartet haben, die Sie zu öffentlichen Toiletten in Welt-Metropolen navigiert?

- Zu welcher Stakeholder-Kategorie gehören Sie als Nutzer von der Toiletten App?

- Welche Stakeholder haben Ansprüche?

- Sind sie Bedürfnisse oder Interessen?

 

Es gibt Stakeholder, die sich managen lassen, d.h. führen oder steuern lassen und Stakeholder, die sich nicht managen lassen.

 

Der Umgang mit den Stakeholder orientiert sich am Kreislauf:

- Stakeholder identifizieren: known knowns; known unknowns; unknown knowns; unknown unknowns

- Stakeholder zuordnen - Bedürfnisse? Interessen? Ansprüche?

- Hypothesen bilden (Unsere Techniken dafür: Laternen Interviews und Laternen Workshops)

- Stakeholder beobachten inkl. Managen der managebaren Stakeholder

 

Annäherung zu Stakeholder:

Nehmen Sie noch wahr, oder beobachten Sie schon?

 

Beobachten ist die Einheit von Unterscheiden und Bezeichnen.

Wahrnehmen ist das Feststellen einer Differenz ohne sie zu verarbeiten. Sonst wäre es Beobachten.

Wahrnehmung verläuft ohne Zeitdifferenz im Einklang mit der Welt, Beobachtung hingegen zeitversetzt (später).

Wir Menschen nehmen die Differenz nicht nur wahr, bezeichnen sie auch. Zur Bezeichnung benötigen wir jedoch präzise Beschreibung von kontextbezogenen Begriffen. Sonst verwischt sich das Bild.

 

Stakeholder stehen uns zur grenzziehenden Differenzbildung zur Seite.

Denkfehler: Stakeholder vs. Shareholder

 

Shareholder sind eine der Stakeholder Gruppen eines Unternehmens.

Versus-Charmanterie Stakeholder vs. Shareholder ist für Stakeholder-Management fehl am Platze.

Dass Menschen ihre Inkompetenz, ihr Unwissen, nicht wahrnehmen, sind vom Dunning-Kruger-Effekt befallen:

„Wenn jemand inkompetent ist, dann kann er nicht wissen, dass er inkompetent ist. Die Fähigkeiten, die man braucht, um eine richtige Lösung zu finden, sind genau jene Fähigkeiten, die man braucht, um eine Lösung als richtig zu erkennen.“

Stakeholder Relations in Digital Business Value Ecosystems sind multidimensional.

Artificial Intelligence ermöglicht die globalen Stakeholderbewegungen präventiv und in Echtzeit zu beobachten.

 

Stakeholder haben Bedürfnisse

Oder Stakeholder sollten Bedürfnisse haben.

Die Bedürfnisse von Stakeholdern sind subjektiv empfundene Bedarfe.

Nur wenn Sie schon einmal plátano (Kochbanane) gegessen haben, können Sie Appetit auf sie haben.

Exkurs zu Bananenprinzip!

 

Steve Jobs erreichte die Menschen in der Apple Umwelt "Gesellschaft", die noch nicht seine Kunden waren, motivierte sie mit in die Apple Umwelt "Markt" zu gehen und machte somit einen Teil von ihnen zu Apple-Kunden. Auf dem Weg von der Umwelt Gesellschaft zur Umwelt Markt verbringen auch heute mehrere von diesen Menschen die Nacht vor einem Apple Laden.

Bedürfnisse stellen die Vorstufe des Bedarfs dar. Sie sind das Verlangen, einen Mangel zu beseitigen.

Aus einem Bedürfnis wird dann ein Bedarf, wenn dem Bedürfnis eine adäquate Kaufkraft zur Seite steht.

Der Bedarf wird zur Nachfrage, wenn eine vorhandene Kaufkraft am Markt durch eine Kaufabsicht tatsächlich geltend gemacht wird. Nachfrage erzeugt Angebot.

 

Stakeholder sind Anspruchsgruppen

(nicht nur!)

Anspruch (s. Exkurs zu § 194 BGB) beschreibt das Recht eines einzelnen von einem anderen

ein Tun, z.B.

- die Zahlung eines Geldbetrags,

- die Abgabe einer Erklärung,

- die Übergabe einer Sache

oder

Unterlassen, z.B. das Unterlassen vom unzumutbaren Lärm,

zu verlangen.

Als Synonym für Anspruch wird verwendet

- Forderung, Anforderung, Verlangen

- Recht, Anrecht

Stakeholder könnten z.B.

- Machtansprüche

- Führungsansprüche

- Rechtsansprüche

- Schadenersatzansprüche

stellen.

Bei der Identifikation von Stakeholder-Ansprüchen fragen wir uns beispielsweise:

- Hat der jeweilige Stakeholder eine Forderung, eine Anforderung? Verlangt er etwas? Stellt er an sich und seine Mitmenschen hohe Ansprüche? Hat er Anrecht auf etwas?

- Meldet der Stakeholder Ansprüche an?

- Stellt der Stakeholder Ansprüche?

- Erhebt der Stakeholder Ansprüche?

- Nimmt er die Projektorganisation oder einen Teammitarbeiter in Anspruch?

- Hat der Stakeholder Anspruch auf z.B. Zeitausgleich?

Exkurs zu § 194 BGB 

» Materielles Recht

Mit Anspruch wird im Zivilrecht gemäß der Legaldefinition des § 194 BGB das Recht bezeichnet, von einem andern ein Tun oder Unterlassen zu fordern.

Ein Anspruch geht immer aus einem subjektivem Recht hervor, welches auf einer Anspruchsgrundlage basieren muss.

» Formelles Recht

Im Zivilprozess gilt ein anderer Anspruchsbegriff als im materiellen Recht.

Ein Anspruch im Sinne des Zivilprozessrechts ist das was der Kläger, je nach Sichtweise, entweder vom Gericht als Rechtsschutz begehrt bzw. gegenüber dem Beklagten als Recht behauptet.

Der Streitgegenstand umfasst einen prozesualen Anspruch.

 

Stakeholder sind Interessengruppen

aber nicht nur!

Interesse beschreibt ein Ziel oder einen Vorteil, den sich eine Person oder Personengruppe aus einer Sache verspricht oder erhofft. Demnach verfolgt Interessengruppe »Stakeholder« im unternehmerischen Kontext eigene Ziele wirtschaftlicher Art.

Ihre Interessen sind objektive Notwendigkeiten. Ein Großhändler, der mit plátano Geschäfte macht, hat Interesse sie gewinnbringend zu verkaufen.

Der geniale Steve Jobs, der Interesse am apple-Gewinn hat, weiß -wie kaum ein anderer- die Bedürfnisse von Menschen in Bedarf zu verwandeln. Er sorgt dafür, dass es nicht nur den Bedarf an den i-Produkten gibt, sondern auch die Nachfrage danach.

Shareholder als eine der Stakeholder eines Unternehmens haben ein explizites, objektives Interesse an der positiven Entwicklung der Unternehmensaktien. An dieser Stelle ein Hinweis an Sie: "Shareholder-Value versus Stakeholder-Value" ist ein Denkfehler.

Die objektiven Notwendigkeiten können als explizite Interessen relativ einfach bechrieben bzw. dokumentiert werden. Dann sind sie allen Beteiligten zugänglich.

Die impliziten Interessen, die sich in der Hinterbühne aufhalten, können mit den Techniken der Vorderbühne nicht beschrieben werden. Hier müssen wir "durch das Schlüsselloch gucken". Dafür wenden wir andere Werkzeuge und Techniken wie Laternen-Interviews, Laternen-Sitzungen, zirkuläre Fragen, positive Konnotation an.

Zur Hypothesen-Bildung sowie differenzierten Erfassung von Stakeholder-Interessen verwenden wir Synonyme wie

- Aufmerksamkeit,

- Teilnahme,

- Wissbegierde,

- Wissenslücke

- Neigung;

- Hobby,

- Vorliebe

- Absicht,

- Bestrebung,

- Hang,

- Lust,

- Verlangen,

- Wunsch,

- Desinteresse

 

Dialog unter zwei Stakeholdern:

- Unser Stakeholder Frau Cocco Lóres hat großes Interesse an diesem Projekt.

- Erfreulich, aber warum? Wie ist ihr Interesse explizit und implizit proportioniert?

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