Technik- engl. Technique - stammt aus dem altgriechischen téchne.

Im Projektmanagement oder Prozessmanagement werden Techniken angewandt, um triviale Verhältnisse zu erzeugen, z.B. Ressourcen werden planbar, Vorgänge und Abläufe werden steuerbar, Fehler werden identifizierbar und zuordenbar.

Durch Beherrschung von Techniken weiß man, wie man Methoden einsetzt. 

Denkfehler: Methode ist Technik.     

Technik ist Fähigkeit, Kunstfertigkeit, Handwerk, um Methoden und Fähigkeiten in der Praxis von Projekten und Prozessen anzuwenden. Durch meine Technik weiß ich, welche Methode wann / wo / wie anwende.   

Die alten Griechen haben um den Begriff téchne herum tiefgründig genug philosophiert. Auch zeitgenössischen Praktikern sei

  Platons "Charmides" , indem er über poiesis und praxis sinniert

  Die Kritik von Aristoteteles zum platonischen Techne-Begriffs, wobei seine Gedanken auch um techne/poiesis versus phronesis/praxis kreisen.

sehr zu empfehlen.

Gegenüber Platon stellt Aristotales nicht die Kenntnis eines für den Menschen absoluten Guten, sondern das beratende Gespräch in Bezug auf das, was im Einzelfall zur Entscheidung steht in seinem Bezug auf das gute Leben insgesamt, und zwar gemäß der Tugend im Rahmen der Erfassungsordnung einer auf Gleichheit beruhenden freien Bürgergemeinde (polis).

Theorie besteht aus Denkwerkzeugen zur Bewertung von kontextbezogenen Ideen.

Auch ohne eine solide Theorie können Ideen erzeugt werden. Sie sind allerdings meistens Schnapsideen.

Theorien sind Prüfmechanismen für Ideen. Eine solide Theorie ist Ihre Laterne, die zielführende Ideen im Hinblick auf Umsetzung in der Praxis anleuchtet.

Theorie ist nicht das Gegenteil von Praxis!

Diejenigen selbsternannten Praktiker haben insofern Recht, wenn Sie einem unterstellen, ein Theoretiker zu sein.

Aus Theorie kommt tatsächlich nur Theoretisches raus.

Die Umsetzung der Ideen in der betrieblichen Praxis zeichnet einen guten Praktiker mit solidem Theoriehintergrund aus.

Erst durch Erklärungen für den jeweiligen Anwendungsfall macht ein Theoretiker seine Theorie zu einem brauchbaren Handwerkszeug, um gemeinsam mit den Beteiligten aus ihr Handlungsanweisungen für die praktische Umsetzung abzuleiten.

Ein gutes theoretisches Fundament versetzt einen in die Lage, neue Herausforderungen sehr viel schneller, umfassender und lösungsorientierter anzugehen als ohne ein solches.

Entscheidend ist, wie Karl Popper beschrieb:

›Beobachten ist stets beobachten im Licht von Theorien‹.